Newsletter Nr. 7
- Ajana Finger
- 7. Juni 2025
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Sept. 2025
Februar 2025 - Juni 2025
Hallo zämä
Die Zeit vergeht wie im Flug...
Bereits im Februar 2025 waren Mirjam, Lejah und Nyah für knapp 3 Wochen in der Schweiz und hatten dort eine gute Zeit.
Als sie zurückkamen waren Nath, Robert, Joy und Ajana bereits in der Zentralregion und holten sie am Flughafen ab. Dann verbrachten wir alle zusammen 10 Tage in Jinja mit Aussicht auf den Nil. Dort ruhten wir uns aus, was wir zu diesem Zeitpunkt dringend benötigten.
Das Kennenlernen
Robert's Familie lebt in der Nähe von Jinja. Wir besuchten sie während diesen Tagen das erste Mal. Es war ein schönes Kennenlernen. Sie verwöhnten uns mit leckerem Essen und akzeptierten Ajana, mit grosser Freude, Teil ihrer Familie zu sein. (Nicht selbstverständlich)
Abbruch unserer Ferien
Nach der Zeit in Jinja planten wir noch einiges in Kampala zu erledigen. Wie immer, wenn wir in der Zivilisation sind. :) Jedoch erhielten wir die Nachricht, dass Samuel
(wir berichteten im letzten Freundesbrief über ihn) unerwartet verstarb. Wir waren alle geschockt und traurig darüber. Wahrscheinlich war die Todesursache eine Sepsis. Er war bis dahin auf gutem Weg. Ein paar Tage zuvor erhielt Samuel noch einen sehr guten Bericht nach einer Arztkontrolle.
Wir packten sofort alles zusammen und fuhren 8 Stunden, bei 38 Grad, zu unserem Team zurück um sie vor Ort zu unterstützen. Wenn hier jemand unter deiner "Aufsicht" stirbt, kann es gut sein, dass sie dich für den jeweiligen Tod verantwortlich machen. Deshalb war es für uns wichtig, so schnell wie möglich zurück zu sein.
Bereits am nächsten Tag war die Beerdigung. Es war einfach nur traurig. Er hinterliess vier kleine Kinder und seine Frau. Dieses Ehepaar liebte sich von Herzen, was wir hier selten zu sehen bekommen.
Der Wechsel: Zentralregion zu Karamoja

Die Zentralregion ist verglichen zu Karamoja in vieler Hinsicht komplett anders. Im Süden hat es mehr als genug Essen. Die besten Früchte und Gemüse. Es ist grün, sehr fruchtbar. Die meisten laufen gut gekleidet herum. Natürlich haben auch sie ihre Challenges.
Für uns ist es mittlerweile "fast" wie Europa. Der Wechsel in den Norden, zurück in die Einfachheit, in die Armut ist jedes Mal eine Umstellung für uns.
Sobald wir einen Schritt aus unserem Gelände gehen, erleben wir fast immer dass nach Essen gefragt wird.
Hören vielfachs "Akoro" was Hunger bedeutet. Auch für Schulbildung wird sehr viel gefragt aber praktisch nie für Kleider. Auch wenn diese noch so kaputt sind.
Seit dem Dezember gaben wir mehr als 5 Tonnen Posho und 2.5 Tonnen Bohnen heraus. Meistens zu Menschen (Ältere Menschen, Witwen, beeinträchtigte, alleinerziehnde Mütter und Familien) welche wir spezifisch kennen.
Ca. zwei Wochen nach der Beerdigung von Samuel fuhren wir nochmals in die Zentralregion, um die verpassten Dinge noch zu erledigen.
Ein paar Impressionen von Downtown Kampala:
Alltag(s)-wunder
Unser Alltag hier in Kaabong hat sich jetzt etwas verändert. Es ist ruhiger geworden was uns gut tut. Mit der Gründung vom CBO/NGO, dem Aufbau des Kinderhauses, etc war es eine wirklich strenge Zeit. Man glaubt kaum wie viele Dokumente hier für dieses und jenes benötigt werden. Zudem ist immer alles in Englisch, was es uns nachwievor nicht einfacher macht. Es wird uns immer noch nicht langweilig. ;) Jedoch haben wir jetzt einen besseren/gesünderen Ausgleich.

Wenn es bei euch Frühling wird, beginnt bei uns die Regensaison. Es wird auch hier alles schön grün.
Regentage sind für uns besonders. Es klopfen nicht wirklich viele Leute am Tor und diese geschenkte Zeit geniessen wir somit. Oft fühlt sich dies, mit einer Kerze und Trainerhosen, wie ein Herbsttag in der Schweiz an.
Wenn unsere Jungs in der Schule sind haben wir Kapazität für vieles anderes:
Am Montag kommen 13 Frauen um eine Essensration zu erhalten. Meistens alleinerziehende Mütter. In Zukunft möchten wir an diesem Tag mehr Zeit mit ihnen verbringen. Zum Beispiel etwas malen, Ketten machen, Damenbinden nähen, etc.
Wir produzierten unsere eigene Seife
Starteten ein Ladies-workout
Auch haben sich die zwei Köchinnen vom Kinderhaus für Jesus entschieden und sich taufen lassen, weshalb wir uns als Frauen zwei Mal in der Woche für Biblestudy treffen.
Wir gehen auf outreaches
Ackerbau
Kindernachmittage, und vieles mehr...
Wir staunen immer wieder den roten Faden in allem zu sehen. Wie Gott uns führt und uns all die Jahre bereits auf diese Zeit hier vorbereitete. Dies sehen wir jetzt im Nachhinein.
Wir erfreuen uns an den kleinen Dingen im Alltag. Sei es im richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein; unsere Tage nicht vorher durchplanen zu müssen; die Freude und Einfachheit der Ugander. Ja, wir sind hier Zuhause und es geht uns allen gut.
Nyah beendet bald die 8. Klasse, Lejah hat einen Online Kurs im Gesundheitswesen abgeschlossen und Joy ist fleissig an ihrem Bible College.

Hier ein paar Beispiele wie wir Gott im Alltag erleben:
Es gab eine Zeit (März 2025) in welcher wir alle innerlich sehr unruhig waren (besonders in der Nacht). Wir merkten dass irgendetwas komisches abging.
In dieser Zeit schrieben uns mehrere Leute aus der Schweiz, dass Gott ihnen aufs Herz legte besonders um Schutz für unsere Familie und Team zu beten. Dies zeigte uns einmal mehr was es heisst durch Jesus verbunden zu sein. Joy hatte daraufhin einen Traum von einer Schlange, welche das Böse darstellte. Kurz gesagt: Im Traum wurde sie besiegt und seit dieser Nacht schliefen wir alle wieder gut, die Hunde bellten nicht mehr stundenlang in der Nacht und wir spürten wieder Frieden. Dies war eindrücklich.
Bevor unsere Jungs für die Ferien zurückkamen, wollten wir alles an Material einkaufen und vorbereiten, welches es für die Ferien und Schulzeit braucht. Für dies benötigten wir jedoch ein finanzielles Wunder. Zack, erhielten wir zwei grosse Beträge. Wir konnten somit alles frühzeitig einkaufen.

Unsere Autos werden hier auf diesen Strassen sehr gebraucht und uns ist es wichtig Sorge zu den Autos zu tragen. Dies beinhaltet immer wieder Mal einen Service im Süden machen zu lassen. Wieder wussten wir es kommt teuer und dankten Jesus für seine Versorgung.
Genau an diesem Tag überwies jemand ein Betrag wodurch wir alles bezahlen konnten. Ein bisschen blieb sogar noch übrig.
Wie ihr wisst investieren wir viel Zeit ins Team. Die Team member wachsen stark im Glauben. Einer hat grosse Freude, dass Menschen sofort geheilt werden, wenn er für sie betet.
Neue Bankverbindung LionHeart Africa Schweiz
Mit grosser Freude können wir euch mitteilen, dass der Verein «LionHeart Africa Schweiz» ein Konto eröffnet hat. Vielen herzlichen Dank allen Beteiligten, die dies möglich gemacht haben!
Das heisst für euch, dass wir froh sind, wenn ihr die bisherigen Spenden, die ihr auf unser privates Konto gesendet habt, von jetzt an auf das Konto des Vereins sendet. Wenn euch jemand für die Kontoangaben fragt, könnt ihr nun diese vom Verein LionHeart Africa Schweiz weitergeben. Dürft auch gerne Werbung machen ;)
Zwei Dinge die wichtig sind:
- Das Gesuch um steuerbefreites Spenden (das heisst, dass ihr die Spenden bei der Steuererklärung abziehen könnt) ist immer noch bei den Schweizer Behörden, die den Antrag prüfen. Dies kann noch dauern… Wir werden euch aber sofort benachrichtigen, wenn wir positiven Bericht erhalten haben. Dies bedeutet, dass es momentan noch nicht möglich ist, dass ihr eure Spenden abziehen könnt. Sobald das Gesuch von der Steuerbehörde positiv beantwortet ist, können die Spenden rückwirkend bis 01.01.2025 von den Steuern abgezogen werden.
- Seit wir aus der Schweiz ausgezogen sind, haben wir uns nie einen Lohn ausbezahlt. Das Ziel jedoch ist, eines Tages auch uns als Angestellte des NGO LionHeart Africa, einen ugandisch angemessenen Lohn auszuzahlen (nicht bei LionHeart Africa CH). Bis dahin gilt folgendes: Wenn jemand von euch uns gerne etwas an unseren Lebensunterhalt geben möchte, kann er diesen Betrag auf unser Privates Konto überweisen.
Sobald wir aber einen Lohn von LionHeart Africa Uganda erhalten, werden wir euch selbstverständlich sofort informieren.
Uns ist sehr wichtig, dass wir generell und besonders auch in finanzieller Hinsicht transparent sind. Darum ist es für uns eine wirklich grosse Freude, einen Verein in der Schweiz zu haben, mit dem dies gewährleistet und auch rechtlich abgestützt ist. Nochmals vielen herzlichen Dank «Team Schweiz»!!

Kontoangaben LionHeart Africa CH
Kontonummer: 16-486236-7
IBAN: CH78 0900 0000 1648 6236 7
BIC: POFICHBEXXX
Adresse: LionHeart Africa
Alpenstrasse 85e
3627 Heimberg
Switzerland

Kontoangaben Privat
IBAN: CH79 0900 0000 3035 9359 2
Adresse: Nathanael Finger
P.O. Box 97
Mukono, Uganda
Die Schulferien & Besuch Schule
Ende April holten Robert, Raymond und Amos unsere Boys in der Schule ab.
Endlich Ferienbeginn! Die Jungs und auch wir freuten uns sehr darauf.
Sie kamen müde aber entspannt aus der Schule zurück.
Für ca 4 Wochen lebten sie im Kinderhaus. Wir alle genossen diese Zeit auch wenn es anstrengend ist. :) Wie gewohnt spielten wir Fussball, kochten, lachten und arbeiteten zusammen. Es war eine super Zeit. Auch war es angenehm als eingespieltes Team zusammen zu arbeiten. Jeder wusste mittlerweile was zu tun ist und wir unterstützten uns gegenseitig. Alles in allem Top.
Mirä und Nath führten persönliche Gespräche mit jedem einzelnen der Jungs. Wir waren überrascht wie fest sie sich uns gegenüber geöffnet haben. Dies ist hier aufgrund der Kultur nicht üblich. Sie erzählten verschiedenes. Über die Schule, ein paar über ihre Familien, einer erzählte dass er stahl und sich jetzt fürchtet zurück zu gehen. Doch die meisten freuten sich in die Schule zu gehen. Viele erhielten super Zeugnisse. Ebenso die Lehrer schwärmten über die Jungs. Sie sind beliebt und wurden teils auch von ihren Klassenkameraden zum Klassenchef gewählt. Ende Mai brachten wir sie zurück.
Diese Jungs hatten viel mehr Mühe sich in der Schule anzupassen. Zwei sind weggerannt und einer trank täglich Alkohol, rauchte, etc. worauf ihn diese Schule verwies. Ihn, Ivan, bringen wir jetzt in eine private Schule. Dort wird er durch eine Begleitperson enger betreut.
Besuch in der Schule:


Neue Strassenkinder
In der Hoffnung Hilfe zu erhalten, kamen wieder neue Jungs auf die Strasse.
Wir sind daran ein Meeting mit den Verantwortlichen von Kaabong zu organisieren um diese Jungs (wenn möglich) ohne Unterstützung nach Hause bringen zu können. Auch sie möchten natürlich gerne in die Schule gehen.
Wenn wir sie auf der Strasse sehen, ermutigen wir sie immer nach Hause zu gehen. Da sie auf der Strasse jedoch vielfachs ein besseres Leben haben als Zuhause bleiben sie lieber dort. Vielfachs erhalten sie Arbeit von den Geschäften in der Town. Somit können sie Geld verdienen und erhalten Essen, was es ihnen erleichtert auf der Strasse zu bleiben.
Deshalb benötigen wir die Zusammenarbeit mit den offiziell Verantwortlichen von Kaabong.
Danke Irina Bächler
Da die Beziehung von Irina und Raymond auseinander ging, entschied Irina sich, zurück in die Schweiz zu gehen. DANKE IRINA für alles was du für die Jungs getan hast, deine Unterstützung beim Kinderhaus-Aufbau und dass du ein Part von unserer Familie warst. Danke für deinen grossen Einsatz.
Wir wünschen dir das Beste und noch viel mehr... :) Mir hei di gärn.
Besuch aus der Schweiz
Anfangs Juni 2025 erhielten wir Besuch von einem älteren Ehepaar, welches wir nicht kannten. Sie kamen zusammen mit David Coviello, welcher vor einem Jahr mit seiner Frau/Sohn für ein paar Tage nach Kaabong kam.
Es war eine sehr schöne Zeit für uns alle!!! Vertraut, persönlich, ermutigend, wohlwollend ohne sie vorher gekannt zu haben. Es war eindrücklick wie sie sich den Menschen hier annahmen und ihnen mit Würde begegneten. Danke euch ebenfalls für alles!
Hier ein paar Impressionen von einem Busch-walk mit Susanne, Tom und David:
Ausblick

Gestern Abend kam Evelyn Burtscher, mit dem Gatewaybus, bei uns in Kaabong an. Ganz alleine, wir staunen! Sie ist eine ehemalige Arbeitskollegin von mir (Ajana) und wird einige Tage bei uns in Kaabong verbringen.
Am 25. Juni fahren Robert und Ajana mit Evelyn nach Entebbe, um sie zum Flughafen zu bringen. Auch werden wir die nächsten Tage nutzen, um die finalen Hochzeitsvorbereitungen zu treffen.
Am 30. Juni fährt der Rest der Familie nach Soroti/Kampala/Entebbe
Am 07./08. und 10. Juli holen wir die schweizer Gäste vom Flughafen ab :)
Am 12. Juli findet die Hochzeit von Ajana & Robert direkt am Ufer des Nil statt.
Let's celebrate this day :)
Am 14. Juli fahren wir mit der Familie Dahinden, dem Vater von Nath und einem Cousin zurück nach Kaabong. Es ist uns eine Ehre.
Am 13. August kommt Aline Eggenberg (eine Freundin von Joy) für ca. 3 Wochen zu uns. Sie war im Februar 2025 bereits für eine Woche in Kaabong und verbrachte unseren Alltag mit uns. Dieses Mal wird sie auch unsere Jungs kennenlernen und im Kinderhaus mithelfen.
Schlussgedanke
Uns ist es wichtig, dass die Menschen hier nicht abhängig von uns werden. Wir helfen ihnen, indem wir sie anleiten, möglichst für sich selber sorgen zu können.
Für uns persönlich ist es das Grösste Jesus zu kennen, ihm nachzufolgen und seine Liebe weiterzugeben. Sei dies durch praktische Hilfe, Gebet oder durch das Teilen von unserem Glauben. Wir glauben dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.
Niemand kommt zum Vater denn durch Ihn. Johannes 14:6
Danke von Herzen, dass du dir Zeit genommen hast, diesen Newsletter zu lesen.
Mit deiner Unterstützung, jeglicher Art, trägst du dazu bei das dies alles möglich ist.
***Merci viu viu mau, mir schetzes sehr u danke für öies Vertroue***
Newsletter
Möchtest du gerne mehr über unseren Alltag erfahren? Dann melde dich und wir senden dir einen Link von unserem Journi Blog :)
Und falls jemand den Newsletter nicht mehr erhalten möchte, könnt ihr dies uns mitteilen.
Bei Fragen oder Rückmeldungen könnt ihr euch ebenfalls bei uns melden.
Kontakt:
Ajana, +41 76 402 12 11 auf Whatsapp oder ajanafinger@gmail.com
Mirjam, +41 77 444 61 63 auf Whatsapp oder mifinger80@hotmail.com

Lovely greetings from all of us, Bye bye

























































































Kommentare