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Newsletter Nr. 3

  • Autorenbild: Ajana Finger
    Ajana Finger
  • 3. Juni 2025
  • 12 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Sept. 2025


Juli 2023 - November 2023


Hallo zusammen 



Immer noch fühlt es sich für uns speziell an, hier so über unser Leben zu berichten. 

Jeder kann von seinen eigenen Erlebnissen erzählen, egal auf welchem Fleck der Erde man sich gerade befindet. Trotz alldem wissen wir, dass viele von euch sich über neue Updates von uns freuen und wissen wollen, wie es uns geht. Aufgrund dessen geben wir unser 

bestes euch einen Einblick in unser ugandisches Leben zu geben. ;)




Umzug im Juli 2023


Das umziehen nach Kaabong verlief allseitig komplikationslos. Der Lastwagen kam erneut gut und unbeschädigt an. Auch wir erreichten nach 9 Stunden Fahrt unser neues Zuhause. Die zwei Hunde, welche im Kofferraum waren, machten die Reise ebenso gut mit. Es gab auf jedenfall sehr lustige Situationen. 

Die ersten Wochen nutzten wir erstmals um das Haus einzurichten und um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Diese Umstellung verlangte von uns allen viel und war nicht nur einfach. Ich (Ajana) würde zum jetzigen Zeitpunkt behaupten, dass wir uns gut in Kaabong eingelebt haben. Dafür sind wir besonders dankbar. 





Hier von jedem ein persönliches Statement:


Nath

Die ersten zwei bis drei Wochen in Kaabong waren ein auf und ab der Gefühle. Zum einen war es gut nun am Ort zu sein, wo wir denken, dass hier unsere Aufgabe ist. Aber, wie schon in der Anfangszeit in Mukono, war wieder die Angst um "meine" Frauen. Und auch andere Dinge bereiteten mir Mühe! Kein Wasseranschluss war dicht, keine Türen funktionierten richtig, wenn ich arbeiten wollte (mit Elektromaschinen) war immer wieder der 

Strom weg, überall Dreck, überall Armut, Elend, Hoffnungslosigkeit...

In all dem war ich einfach herausgefordert meinen Schweizer-Standard ein weiteres Mal zu reduzieren und mit dem dankbar und zufrieden zu sein, was man hat. Mittlerweile ist dies alles eigentlich kein Problem mehr. Was mich aber noch sehr herausfordert ist, das grosse Elend zu sehen und "nur wenig" helfen zu können. Trotzdem freut es mich sehr für einige Menschen einen Unterschied zu machen.

Was extrem befreiend ist, ist die unkomplizierte Art der Afrikaner/Ugander. Da muss nicht alles durchorganisiert sein, ein Programm vorliegen oder genau um diese Zeit startet der Gottesdienst... Das ist alles viel entspannter. Wenn du spontan sagst: "Heute Abend wollen wir zusammen Gott anbeten, oder wir spielen Fussball. Die kommen, weil sie keine Agenda haben die ihnen Monate zum voraus vorgibt was an welchem Abend läuft. Da können wir sehr viel lernen. Da ich ein sehr initiativer Mensch bin, muss ich aufpassen mich selber und andere nicht zu überfordern und zu schnell zu viel zu wollen. Aber meine hammercoole Frau hilft mir sehr zu priorisieren. Danke! :)

Jemand wurde einmal gefragt was der Sinn des Lebens ist. Eine sehr anspruchsvolle Frage.

Diese Person antwortete: "Liebe zu empfangen und Liebe weiterzugeben." Dies begleitet mich schon längere Zeit und motiviert mich immer wieder.


Mirä

Seit einem Jahr sind wir hier in Uganda. Ihr wisst, es war der Ort an den ich nie hin wollte, doch jetzt bin ich hier mehr als happy. Die Einfachheit, Dankbarkeit, die kindliche Art der Menschen hier, die wunderschöne Natur und zu wissen, dass es richtig ist in dieser Region zu sein, fühlt sich gut an. Ich bin von tiefstem Herzen dankbar, dass es uns allen, nach diesen vielen Auf und Ab's mittlerweile sehr gut geht. Jeder von uns hat in der Schweiz seinen eigenen Alltag gehabt und auf einen Schlag waren wir wieder 24/7 als Familie zusammen.

Das war für mich eine der grössten Herausforderungen. Als Familie mussten/durften wir lernen, gleichzeitig als Team zu funktionieren.

Auch mit Nath bin ich oft draussen unterwegs und wenn wir nach Hause kommen, ist meist alles gemacht, was gemacht werden muss. Es macht Spass und es ist ein Privileg hier leben zu dürfen. Ich geniesse es auch Nath fast immer um mich zu haben. Doch um ehrlich zu sein, war es die letzten Monate Ehe-technisch auch herausfordernd. Jetzt jedoch ist es umso schöner und ja, manchmal platze ich für all dies fast vor Dankbarkeit. 

Mir wurde wichtig, was in Römer 11.36 steht. "Alles kommt von Gott, durch ihn besteht alles und alles hat sein Ziel in ihm." Ja, es geht um Jesus und nicht um uns. Ihm gehört alle Ehre für was wir hier erleben!


Ajana

Uff, ich weiss nicht wirklich wo und wie ich anfangen soll..

Der erste Monat hier in Kaabong war wirklich extrem schwer. 

Zu realisieren, dass ich mich mitten im Busch von Uganda befand, wo ich mich nicht alleine bewegen kann, wieder finanziell von meinen Eltern abhängig bin und nicht weiss, ob ich in diesem Land jemals selbstständig werden kann, war unglaublich schlimm für mich. 

Ich fühlte mich, als sterben meine Träume, wie selbstständig zu wohnen, mein eigenes Geld zu verdienen und zu reisen. Meine Freiheit, welche ich in der Schweiz liebte, war plötzlich wieder komplett weg. Ich war innerlich verloren und leer. 


Doch diesen Prozess brauchte es, da ich etwas wirklich wertvolles lernte..


Wenn wir Gott nachfolgen wollen und unser ganzes Leben ihm widmen möchten, dann muss alles was uns im Herzen wichtiger ist als er, sterben. Wir müssen diese Dinge loslassen, damit wir bereit werden nur für IHN zu leben. 

Es fühlte sich an, als verliere ich alles. Doch ich gewann mehr dazu. Gottes Pläne sind besser als unsere eigenen!! Er sieht dich mit all deinen Wünschen und Träumen und es ist ihm nicht egal.

Mittlerweile geht es mir super und ich bin gut angekommen. Es ist ein Privileg, die Menschen hier zu lieben und ihnen zu dienen. Es ist so simpel...Eine Umarmung, freundliche Worte und ein bisschen Aufmerksamkeit schenken. Zu sehen wie Menschen sich dadurch verändern, berührt mich zutiefst.



Joy

Was mich immer wieder sehr beschäftigt und emotional herausfordert, ist die grosse Not, die Armut und der Hunger vieler Leute, hier in der Region Karamoja. Zudem zu sehen, unter welchen Umständen die Kinder hier in Kaabong aufwachsen, trifft mich sehr. Vielfach geht es den Kindern, welche Zuhause leben nicht besser als den Strassenkindern.Mein Herz schlägt für diese Kinder. In dieser Zeit hier in Kaabong habe ich diverse Kinder mit enorm unwürdigen Lebensumständen gesehen. 


Zum Beispiel: Pricilla, ein etwa fünfjähriges Mädchen, wohnt bei ihrer Grossmutter, da ihre Eltern verstorben sind. Tagelang ist Pricilla allein in einem kleinen Häuschen eingesperrt und die Grossmutter kommt abends meist betrunken zurück. Pricilla kam dann an einem der „Spieltage“ zu uns und das erste Mal als ich sie sah zerbrach es mir das Herz. Grosse Augen, mit einem aussergewöhnlich leeren Blick und einem aufgeblasenen Bauch. Einfach nur gebrochen. Doch nun taut sie mit jedem Mal mehr auf, hat Freude am Spielen, spricht und lacht mehr und mehr. Pricilla bleibt immer etwas länger bei uns, bis die Grossmutter sie abholt. Letztens habe ich sie geduscht und neu eingekleidet. Was für ein Erlebnis für sie!


Es freut mich so sehr zu sehen, dass man mit etwas Spielen und vor allem einfach damit, für sie da zu sein, die Liebe von Jesus den Kindern weitergeben kann. Auch in anderen Situationen merke ich, dass ich Jesus in allem, was ich tue, so sehr brauche und wirklich auf ihn angewiesen bin. Einerseits ist diese Abhängigkeit von Jesus sehr beruhigend, weil ich weiss er hat alles im Griff, zum Teil fordert es mich aber auch heraus loszulassen. :) 


Lejah

An den Kidsdays (Dienstag und Samstag) kommt jeweils ein ca. 9 jähriges Mädchen mit drei kleineren Geschwistern zu uns. Davon ist eines noch ein Baby. Die anderen sind schätzungsweise 2 und 4 Jahre alt.

Ich habe diese Kinder besonders auf dem Herzen, weil sie tagelang alleine zu Hause sind, das Mädchen zu den Geschwistern schaut, für sie kocht (wenn sie essen haben), wäscht, etc. Sie kann nicht wirklich ein Kind sein. Deswegen freut es mich noch mehr, wenn ich ihr das Baby abnehmen kann und sie Zeit hat um zu spielen.

Das Baby kommt immer ohne Windeln, manchmal schon völlig nass oder es macht mich in dieser Zeit nass. :)

Ich liebe es mit ihnen zu spielen, zu zeichnen und eine Mahlzeit geben zu können. 

Diese vier Geschwister wieder nach Hause schicken zu müssen, in die Umstände in welchen sie leben, ist nicht einfach und zerreisst mich extrem. Ich habe auf dem Herzen mich ein bisschen um sie zu kümmern. Damit meine ich Essen bringen, sie einkleiden und ihn ihrem Zuhause mit ihnen spielen. 

Ich bin in Kaabong definitiv angekommen und möchte auch gar nicht mehr weg von hier. Für dies bin ich sehr dankbar.


Nyah

Mir geht es hier in Kaabong und auch persönlich sehr gut. Mittlerweile habe ich mich an die 

"neue Art" von Schule gewöhnt und kann mir meine freien Tage selbst einteilen. 

Dies finde ich super. Ich liebe es jeden Dienstag und Samstag mit den (Strassen) Kindern zu spielen, zu zeichnen und mit ihnen zu lachen. Ich und ebenso die Kinder geniessen die Zeit zusammen sehr. 




Unser Alltagsleben


Lejah und Nyah haben von Montag bis Donnerstag Schule über SKINDU, ein Onlineschule aus der Schweiz. Es braucht viel Disziplin, gibt jedoch auch Freiheiten die Arbeiten selbst einzuteilen, etc.

Für Mirä, Joy und mich steht morgens meist Haushaltsarbeit an. 

Alles von Hand abwaschen, wischen, aufräumen, Kleider waschen und reinigen. Auch machen wir praktisch alles selber. Brot/Züpfe, Konfitüre, Snacks, Kuchen, Cookies, etc. 

Danach ist jeder Tag anders. Einige Male pro Tag klopfen Einheimische an unser Tor, um nach Essen, medizinischer Hilfe, Gebet oder weiteres zu fragen. Manchmal geht dies schneller, wie Essensausgaben, welche wir vor Ort am Tor herausgeben. 

Es gibt aber auch Situationen, welche länger dauern. Zum Beispiel gewisse Hausbesuche, um die Wohnverhältnisse anzuschauen und Kontakte zu pflegen. 

Ebenso haben wir (Joy, Ajana) über einige Wochen täglich für eine Unterernährte Frau und ihr Kind gekocht, da diese in einem durchaus schlechten körperlichem Zustand waren. Bevor Bohnen und Reis gekocht werden können, müssen diese erstmals auf Dreck, Steine und kleine Insekten erlesen werden. 

Einkaufen, organisieren, Gartenarbeit und viel ungeplantes ist genauso ein Teil unseres Alltages.

Wir verbringen auch viel Zeit mit den Menschen, welche hier wohnen. Wir worshipen zusammen, tauschen aus und die Einheimischen lieben es, wenn wir sie diverse Dinge lehren, wie auf dem Holzkohlenherd Brot und weiteres zu backen. 

Wir geniessen es mit ihnen zu leben. Meistens sind unsere Tage voll gefüllt. Dadurch ist es oft herausfordernd, für uns als Familie, sowie einzeln, zur Ruhe zu kommen.

Hier ein paar Impressionen von "unserem" Gelände/Compound und unserem Haus:






Dorfbesuche 


Einen kleineren Teil unseres momentanen Alltages ist es, abgelegene Dörfer zu besuchen. Dies liegt uns sehr auf dem Herzen und wir denken, dass wir dies in Zukunft vermehrt tun werden.

Am 15. Oktober gingen wir in das Dorf von Walter, einem 18 jährigen Mitarbeiter. 

Zu sehen in welchen Verhältnissen er aufwuchs, war für uns eindrücklich. 

Ein richtiger Busch-Junge. Wir können viel von ihm und seinem Wissen profitieren.

Ambergs besuchten dieses Dorf bereits, erzählten ihnen von Jesus und viele liessen sich

daraufhin taufen. 

Das Dorf versammelte sich unter einem grossen Baum und wartete, bei unserer Ankunft, bereits auf uns. Sie begrüssten uns herzlich und danach warteten wir erstmals für einige Zeit auf manche, welche noch kommen wollten. Irgendwann fingen wir an zu singen und tanzen.

Danach durfte Nath ihnen etwas erzählen und lehrte sie darüber, was es für unsere Leben bedeutet, sich selbst und seine Mitmenschen zu lieben. Vergebung, einander höher achten als sich selbst, dienen, kein übermässiger Alkoholkonsum und die Erziehung, welche regelmässiges Schlagen beinhaltet, da dies Zerstörung bringt (beides ist hier eine grosse Problematik). Walter übersetzte dies auf Karamojong, da viele keine Bildung haben und somit auch kein Englisch verstehen.

Danach wurde wieder gesungen und getanzt. Ihr Kuturtanz besteht aus hüpfen. Je höher man hüpft, umso besser. Wir spürten es am nächsten Tag mit Muskelkater. :)








Amberg's


Karin und Thomas Amberg kamen, mit ihren drei Jungs Livio, Raphael und Flynn, im Januar 2020 nach Uganda. Auch sie lebten zuerst in Mukono, wo sie für ungefähr zwei Jahre verbrachten.

Am 22. Juli 2021 zogen sie als Familie mit ihrem Hab und Gut nach Kaabong. Kleiner Fun Fact: Unwissend auf den Tag genau kamen wir ein Jahr später ebenfalls nach Kaabong :) Wir bewundern sie, wie sie als Familie/Pioniere an diesen Ort zogen.


Wie lernten wir Amberg's kennen?

Als das Thema Afrika/Uganda langsam aufkam, sagte Mirä zu Gott: "Wenn dies wirklich dein Plan für uns ist, dann gib uns einen Kontakt aus Uganda!"

Am gleichen Morgen ging Mirä mit einer Freundin "gah käffelä". Sie wollte eigentlich nichts von Afrika erwähnen, da dies noch sehr frisch war. Am Ende hatte sie allerdings das Gefühl, ihrer Freundin trotzdem davon zu erzählen. 

Kurz bevor sie sich verabschiedeten, erwähnte ihre Freundin, dass sie eine Schweizer Familie kennt, welche nach Uganda auswanderte. Sie werde Mirä diesen Kontakt zusenden. Wow 3 Stunden später war die Antwort da. 

Ein Tag später schrieb Mirä die Nummer von Karin Amberg an und erklärte ihr unsere Situation. Karin war darüber nicht erstaunt, da sie in diesen Tagen Gott für Unterstützung bat. Auch für sie eine Gebetserhörung! 


Obwohl sie von Mukono wegzogen, war für sie klar, dass sie dieses Haus vorerst weiterhin mieten sollen. Dadurch stand dieses Haus leer und ohne danach zu fragen, boten sie uns an, dass wir dort einziehen können. Für die Unterkunft war deshalb bereits gesorgt, was für uns wirklich wertvoll war. So einfach kann es gehen ;)


In dieser Zeit wurde auf ihrem Gelände, in Kaabong, ebenfalls bereits ein Haus gebaut, ohne dass dies ursprünglich für uns geplant war. Sie boten uns auch dieses Haus an und wir konnten selbst entscheiden, wie die Zimmereinteilung, etc sein sollte. Somit konnten wir direkt nach den 8.5 Monaten in Mukono, in ein bereits vorbereitetes Haus, umziehen. Wie genial ist es, dass Gott uns einfach Schritt für Schritt führt.

Jetzt sind wir entspannt/gespannt was kommen wird... :)




Unsere Askari's (Torwächter)


Da unser Gelände mit Mauern und Maschendrahtzaun umgeben ist, haben wir dementsprechend auch ein Tor, welches bewacht werden muss. ;)

Mitte September wurde der bisherige Askari plötzlich an einem anderen Ort gebraucht, weshalb er versetzt wurde. In dieser Zeit kam Mariko täglich zu uns, um seine Wunde zu behandeln. Ebenso wurde uns Amos, ein 18 jähriger Junge, für den Job als Askari vorgeschlagen. 

Da in diesen Tagen viel Gartenarbeit anstand, konnten wir sie einladen mit uns zu arbeiten und sie in dieser Zeit besser kennen lernen. Sie waren von Anfang an freundlich, angenehm, fleissig und unglaublich dankbar. Mit jedem weiteren Tag, bekamen wir das Gefühl, es sei richtig beide anzustellen. Sie sind für uns sehr wertvoll. Auch helfen sie mit kochen für die Kinder, spielen mit ihnen, kommen mit in Dörfer, übersetzen die Sprache, usw. 

Sie sind weit mehr als "nur Askari's." Beide liessen sich taufen. Sie lieben es ihre Erlebnisse zu teilen, zusammen die Bibel zu lesen, auszutauschen und es ist immer wieder lustig mit ihnen. 



Mariko



Mariko ist ungefähr 28 Jahre alt und lebte einige Minuten entfernt von uns in der Town. Er lebte bereits als kleiner Junger auf der Strasse und wuchs in einem harten Alltag auf. Wir lernten ihn kennen, als er eines Tages mit einer riesen Wunde am Unterschenkel zu uns kam, da er hörte, dass wir Wundversorgung anbieten. Die Wunde und somit auch er waren in einem sehr schlechten Zustand. Er lag den ganzen Tag aufgrund von starken Schmerzen und seine Nachbarn weigerten sich ihm Essen zu geben, denn für sie war klar, dass er sowieso nicht mehr lange leben wird.

Mariko schreite zu Gott:" Töte mich oder hilf mir!" 


Als er zu uns kam, starteten wir sofort mit der Wundversorgung. Wir taten was wir konnten und beteten für ein Wunder. 

Da er aufgrund der Wunde nicht arbeiten konnte, gaben wir ihm ebenso Essen und Seife mit.

Seit dem ersten Mal als wir ihn sahen, hatten wir ein Gefühl, dass wir in Zukunft mehr mit ihm zu tun haben werden. Jedoch wussten wir noch nicht wie dies genau sein wird. Nun ist er einer unserer Askari's (Torwächter). 

Es ist sehr wertvoll mit jemandem zusammen zu arbeiten, der die Strassenkinder und dieses Leben kennt. 

Hier erzählt Mariko kurz wie er Gott erlebt hat. Am liebsten wollte er eine Stunde aus seinem Leben erzählen. ;)




Amos


Das ist Amos. Er wuchs als Waisenkind bei seiner Tante auf. Er erlitt bereits vieles in seinem Leben. Er arbeitete hart für minimalen Lohn, wodurch er sich gerade Öl und Salz kaufen konnte. Tag für Tag sammelte er "Greens", damit er überhaupt eine "Mahlzeit" hat. 


Seine Arbeit bestand darin von morgens bis abends Zuckerrohr zu schneiden. Nach einem ganzen Tag, konnte er kaum mehr aufstehen, da der Rücken so schmerzte. 

Er kann sein Glück immer noch nicht fassen, dass er hier sein darf. Seine Dankbarkeit sticht bis heute stark heraus und er strahlt täglich um die Wette. :)





Problematik in Kaabong

- Hunger

- Hohe Armut

- Grosse Arbeitslosigkeit

- Alkohol und Drogen

- Viele Strassenkinder

- Kämpfe und Schiessereien 



So sieht eine Essensration aus, welche wir oft verteilen.


Eine Ration beinhaltet:

- 5 Kilogramm Posho (Maismehl)

- 2.5 Kilogramm Bohnen 

- 500 Milliliter Öl

- 500 Gramm Salz

Zusammen kostet dies umgerechnet 7.60 CHF. 





















Kinderprogramm mit (Strassen)kinder


Vor einigen Wochen starteten wir, jeden Dienstag und Samstag Vormittag, zusammen mit Ambergs + Team, ein kleines "Kinderprogramm". Mit dabei sind Strassenkinder, jedoch ebenso Kinder, welche ein Zuhause haben. Diesen geht es vielfach nicht besser.

An den Tagen behandelten wir ursprünglich Wunden ( 9-12 Uhr) von ungefähr 15 Strassenkindern. Daraus entstand dann die Idee, mit ihnen in dieser Zeit Spiele zu spielen, ihnen eine warme Mahlzeit zu bieten, eine Geschichte aus der Bibel zu erzählen, etc. Aus Kapazitätsgründen können wir ca. 40-50 Kinder reinlassen. Weitere 20-50 Kinder mussten wir vielfach zurücksenden. Seit kurzem gehen wir jedoch auch mit diesen Kids an den Fluss spielen und verteilen ihnen zwei Stück Toastbrot. 

Es freut uns zu sehen, wie sie mit jedem Mal zutraulicher werden und wie sie diese Zeit geniessen.



Unser Wunsch ist es in nächster Zukunft ein Haus zu mieten, in welchem wir den Strassenkinder ein Zuhause bieten können. Einen Ort, wo es zu essen gibt, sie eine Struktur haben, englisch lernen können und vieles mehr.

Wir haben bereits ein Haus in Aussicht, welches in der Nähe von unserem Gelände ist. 

Der Vermieter wäre bereit, uns dies zur Verfügung zu stellen. Wir sind gespannt und vertrauen unserem himmlischen Vater, dass er uns weiterhin führt.





Vor zwei Tagen kamen Ruth und Theo, die Eltern von Mirä, bei uns in Kaabong an. 

Was für eine Ehre, dass sie uns hier im hohen Norden besuchen kommen. Wir freuen uns auf die nächsten 2.5 Wochen mit ihnen.

Wieder einmal wurden wir reich beschenkt.



Es war wie Weihnachten, Geburtstag und alles zusammen :)

Fondue, Raclette, Schweizer Schokolade, Müsli, 

Eiskaffee und vieles mehr...Danke viel Mal!

Auf Karamojong -> Alakara noi!



Tausend Dank an alle, welche für uns beten und hinter uns stehen. Für die Anteilnahme, diverse Pakete und finanzielle Unterstützung. Es berührt uns immer wieder sehr. 

Wir haben das beste Umfeld EVER! ;)




Lovely greetings from all of us !


PS:

- Ihr dürft den Freundesbrief auf Nachfrage gerne weitersenden

- Ausdrucken für Personen, ohne Elektronische Mittel, ist ebenfalls eine Möglichkeit, welche ihr nutzen könnt

 

 
 
 

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